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FBI-Kommunikatorentraining im Bundeskriminalamt

Expertinnen und Experten auf dem Gebiet der Öffentlichkeitsarbeit der Polizei und des Federal Bureau of Investigation (FBI) trafen sich vom 20. bis 21. September 2016 im Bundeskriminalamt (BK). Ziel war es, neueste Informationen und Erfahrungen im Umgang mit sogenannten "Social Media" zu gewinnen und auszutauschen.

Eine Expertin und ein Experte der FBI-National Academy in Quantico, Washington, besuchten zwei Tage lang die Hauptstadt Österreichs und hielten ein Kommunikationstraining für leitende Beamte unterschiedlicher, für die Öffentlichkeitsarbeit zuständigen Organisationseinheiten des Ministeriums und der Landespolizeidirektionen ab. Ziel des Trainings war es, neue Ansätze für eine ganzheitliche, alle zeitgemäßen Kommunikationskanäle bedienende Medienstrategie mit besonderem Fokus auf soziale Medien zu identifizieren und ganz allgemein die neusten Trends und Möglichkeiten auf diesem Gebiet gemeinsam zu erörtern. Dazu wurden Vorgangsweisen und "best practices" des FBI und ausgewählter amerikanischer und europäischer Polizeieinheiten vorgestellt und besprochen.

Erkenntnisse
Primäres Ziel der Nutzung von sozialen Medien ist es, die Polizei oder Sicherheitsbehörde als primäre Quelle von gesicherten Informationen zu etablieren. Erfahrungen haben gezeigt, dass es auch dazu gehört, gegebenenfalls Korrekturen seiner eigenen Meldungen vorzunehmen und eventuell eigene Fehler einzugestehen. Für eine effektive und rasche Nachrichtenverbreitung in Notfällen ist es wichtig, eine breite Akzeptanz in den Netzwerken zu erreichen. Das bedeutet, man muss sich "in Friedenszeiten und nicht erst, wenn der Hut brennt", bereits eine ausreichende Menge an festen Beziehern der Nachrichten und Freunden gesichert haben um im Ernstfall die Bevölkerung auf breiter Ebene umfassend informieren zu können.

Ein weiterer Punkt stellt dar, wie man andere Nutzer sozialer Medien informieren kann oder die User, also die Bürgerinnen und Bürger, am effektivsten von potentiell gefährlichen Ereignissen und Orten fernhält. Dies ist insbesondere bei Naturkatastrophen und terroristischen Attacken von großer Wichtigkeit.

Weiters wurden mehrere aufsehenerregende Ereignisse der letzten Wochen und Monate sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Europa analysiert und wertvolle Schlüsse daraus gezogen. Zentrales Thema des Trainings war es auch festzulegen wie man welche Informationen, wann an wen weitergibt und was man sich davon verspricht.
Dazu gehört auch die Frage, welche Bilder oder Videos man verwenden kann und darf. Dabei müssen nämlich im Vorfeld unterschiedliche Aspekte abgeklärt werden. Diese gedankliche Überprüfung ist wichtig, da man auf keinen Fall einsatztaktische und strategische Vorteile vergeben will, oder die Privatsphäre von Opfern oder persönliche Bildrechte verletzen darf. Man muss zudem beachten, gesuchte Personen vor eventuellen Zugriffen oder Untersuchungen durch einen leichtfertigen Umgang mit sozialen Medien unabsichtlich zu warnen, um sowohl andere Personen als auch den Ermittlungserfolg nicht zu gefährden.

Im Bundeskriminalamt beschäftigt sich das Büro für Kriminalstrategie und Innovation mit dem Thema der sozialen Medien. Das Büro verfügt über sechs Mitarbeiter und ist unter anderem mit der Betreuung der Sicherheits-App und der BK-Facebook-Seite betraut.


Foto

Gruppenfoto der Teilnehmer




(BMI Abdruck honorarfrei)

Artikel Nr: 14006 vom Donnerstag, 22. September 2016, 09:00 Uhr.
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