Bundeskriminalamt

Startseite | Notrufnummern | Kontakt | Impressum

Wir über uns

Prävention

Betrug im Internet

Fahndung

Presse

Berichte und Statistiken

Kontakt und Meldestellen

Links

Kriminalitätsbekämpfung

Erfolgreiches EU Projekt gegen den Drogenhandel in Europa abgeschlossen

70 Expertinnen und Experten tagten in Mikulov in der Tschechischen Republik zur Bekämpfung des Drogenhandels entlang der sogenannten Balkanroute

Den Abschluss des von der Europäischen Kommission geförderten Projekts Cooperation Southeast - Danube Region (CSDR) bildete die 154. AG Südost in Mikulov (CZ) vom 15. bis 17. September 2015. Gastgeber war dieses Mal der Projektpartner Tschechische Republik.

An dieser seit bereits dreiundvierzig Jahren bestehenden Expertengruppe zur Bekämpfung des internationalen Rauschgiftschmuggels nahmen über 70 Spezialisten aus rund 20 Staaten teil. Neben Teilnehmern von Zoll- und Polizeibehörden waren erstmals auch Vertreter der Staatsanwaltschaften sowie Eurojust anwesend. Die "Operation Perseus", aktuelle Entwicklungen auf der Balkanroute und dem Rauschgifthandel über das Internet bestimmten die Diskussionen, Workshops und Impulsreferate waren an der Tagesordnung der Rauschgift-Fachleute. Für die Konferenz konnten zum Thema "Darknet" und "Virtuelle Währungen" gleich zwei anerkannte Spezialisten aus den Niederlanden und den USA gewonnen werden. An der Konferenz nahmen auch hochrangige Polizei-Vertreter teil, so waren der Bayerische Landespolizeipräsident Professor Dr. Wilhelm Schmidbauer und der Direktor des Bundeskriminalamtes (.BK) Österreich, General Franz Lang, vertreten. Die 153. AG Südost richtete Österreich aus, sie fand im Oktober 2014 in Bad Erlach / Niederösterreich statt und stand unter der Federführung des .BK.

Über die AG Südost und CSDR:
Die Arbeitsgruppe zur Bekämpfung des Rauschgifthandels Südost (AG Südost) besteht bereits seit 1972. Auf Initiative der damaligen US-amerikanischen Drogenbekämpfungsbehörde wurde eine kleine regionale Arbeitsgruppe unter Vorsitz des Bayerischen Landeskriminalamtes gegründet, um aus aktuellem Anlass verschiedene Vertreter von Polizei- und Zollbehörden an einem Tisch zu versammeln. Ziel war und ist es, die gegenseitige Unterstützung und Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des internationalen Drogenhandels – im Speziellen auf der sogenannten Balkanroute – zu fördern und ggf. gemeinsame Maßnahmen durchzuführen.

Wegen der angespannten Haushaltssituation in vielen Teilnehmerstaaten fasste das Gremium Anfang 2012 den Entschluss, die AG Südost durch die Beantragung einer Europäischen Projektförderung neu zu beleben. Im Jahr 2013 gelang es, für das geplante Projekt CSDR, unter Einbindung der Länder Österreich und Tschechien als Kooperations- und Projektpartner, eine Förderzusage der Europäischen Kommission zu erhalten. Zudem wurde es in die Europäische Strategie für den Donauraum (EUSDR) aufgenommen.

In der Konsequenz unterstützte das Förderprogramm "Kriminalprävention und Kriminalitätsbekämpfung" (ISEC) der EU in den Jahren 2014 und 2015 zwei Konferenzen sowie eine internationale Vollübung mit rund 300.000 Euro und finanzierte somit insgesamt 90 Prozent der Gesamtkosten. Den Restbetrag übernimmt das Bayerische Landeskriminalamt.

Da die Vergaberichtlinien der EU eine "Verbreitungsstrategie" fordern, wurde ein Film über das Projekt gedreht. Er zeigt neben den Veranstaltungen der AG Südost vor allem die zweite Säule des Projekts, die internationale Vollübung "Operation Perseus", in der eine kontrollierte Lieferung von Rauschgift durch sechs Länder der "Balkanroute" simuliert und geübt wurde.


Foto

General Franz Lang


Bild anzeigen
Druckansicht

(BMI Abdruck honorarfrei)

Foto

Arbeitsgruppe zur Bekämpfung des Betäubungsmittelhandels


Bild anzeigen
Druckansicht

(BMI Abdruck honorarfrei)

Artikel Nr: 12827 vom Donnerstag, 17. September 2015, 11:14 Uhr.
Reaktionen bitte an die Redaktion

Zurück

BM.I Bundesministerium für Inneres - Bundeskriminalamt, 1090 Wien, Josef-Holaubek Platz 1, Tel.: +43-1-24836 Dw. 985025-985027 

BM.I Sicherheits-App