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Schwerpunktaktion gegen Menschenhandel in Kärnten

Am 1. und 2. September 2016 setzten das Landeskriminalamt Kärnten und das Bundeskriminalamt mit Unterstützung von Europol eine Schwerpunktaktion gegen Menschenhandel und grenzüberschreitenden Prostitutionshandel in Kärnten. Opferidentifizierung und Strukturermittlungen gegen international agierende Tätergruppen standen im Mittelpunkt der Kontrollmaßnahmen.

Von 1. auf 2. September wurden in ganz Kärnten Bordellbetriebe polizeilich überprüft. Die Kontrolle der sieben Lokale sowie der 26 Wohnungen und Beherbergungsbetriebe erfolgte durch das Landeskriminalamt Kärnten und dem Bundeskriminalamt mit Unterstützung der Landeskriminalämter Niederösterreich, Oberösterreich, Vorarlberg und Wien sowie den beiden Verbindungsbeamten aus Rumänien und Bulgarien und zwei Experten von Europol. Ziel des Einsatzes war einerseits die Identifizierung von Opfern des Menschenhandels, die sexuell ausgebeutet werden. Andererseits standen Strukturermittlungen im Fokus, um nationale und internationale Verbindungen von Gruppierungen erkennen zu können. Darüber hinaus wurde auch die Einhaltung der Bordell-Bewilligungsrichtlinien überprüft, wobei eine Beanstandung nach dem Kärntner Prostitutionsgesetz festgestellt wurde.

Im Rahmen der Kontrollen wurden insgesamt 158 legale Sexdienstleisterinnen und 82 Kontaktpersonen kontrolliert, wobei 17 potentielle Betroffene des Menschenhandels aus Rumänien und China identifiziert wurden. Zu diesen Personen werden umfangreiche Ermittlungen in Rumänien, anderen EU-Staaten und China eingeleitet. Einen Zusammenhang mit der Migrationswelle der letzten Monate konnte im Rahmen diese Schwerpunktaktion nicht festgestellt werden. In den kontrollierten Einrichtungen wurden keine Opfer aus den Migrationsherkunftsländern vorgefunden und identifiziert.

Im Zuge der Kontrollmaßnahmen konnten zielführende Hinweise zum Aufenthaltsort eines flüchtigen Menschenhändlers erlangt werden. Hier werden ebenfalls umfangreiche Auslandserhebungen zur Verifizierung eingeleitet. Des Weiteren wurden bei den Maßnahmen drei Personen angetroffen, die zur Aufenthaltsermittlung für die Justizbehörden ausgeschrieben waren. In einem Beherbergungsbetrieb wurde eine geringe Menge Suchtmittel sichergestellt und eine Anzeige nach dem Suchtmittelgesetz erstattet.

Das Bundeskriminalamt plant auch zukünftig derartige Aktionen in ganz Österreich unter Beteiligung ausländischer Polizeikräfte zur Identifizierung von Opfern des Menschenhandels.


Foto BK Mali Abdruck honorarfrei

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(.BK Mali Abdruck honorarfrei)

Artikel Nr: 13945 vom Freitag, 02. September 2016, 11:43 Uhr.
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