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Kompetenzzentrum für abgängige Personen (KAP) gestartet

Mit 1. September 2013 nahm das "Kompetenzzentrum für abgängige Personen" (KAP) seine Arbeit auf. Damit werden die Zuständigkeiten bei Vermisstenfällen in einer Stelle gebündelt.

Bisher befasste sich in Österreich die Polizei mit dem national und international bestehenden Informations- und Maßnahmenmanagement bei abgängigen Personen, mit der Motiv- und Ursachenforschung, dem Datenmanagement, der Angehörigenbetreuung usw. Dieses Know-how wurde mit 1. September 2013 im "Kompetenzzentrum für abgängige Personen" (KAP) gebündelt. Organisatorisch ist das KAP in der Abteilung für Internationale Polizeikooperation im Bundeskriminalamt eingerichtet. Drei Spezialisten arbeiten in dieser Einheit, die vor allem als Drehscheibe agiert. "Die Vernetzung im Bereich der Vermisstenfahndung ist ein Hauptanliegen des KAP. Die Zusammenarbeit mit internen und externen Dienststellen und Behörden, Institutionen, NGOs, kurz allen, die mit abgängigen Menschen zu tun haben, läuft ab sofort hier zusammen", sagte Innenministerin Mag.a Johanna Mikl-Leitner bei einem Pressegespräch am 3. September 2013 im Innenministerium.

Mit Stichtag 27. August 2013 waren in Österreich 779 Personen als abgängig gemeldet, davon sind 561 männlich und 218 weiblich. Von diesen 779 Personen sind 267 minderjährig:

Aufgaben des Kompetenzzentrums für abgängige Personen

• Grundlagenarbeit im Bereich von abgängigen Personen;
• Know-how und Wissenserkenntnis und -verbreitung;
• Unterstützung und Servicierung der nationalen Polizei;
• Optimierung von Prozessen;
• Grundlagenforschung durch die methodisch-analytischen Auswertungen von abgeschlossenen Fällen;
• Erhebung von Kennzahlen und Erstellung von Lagebildern;
• Qualitätsmanagement;
• Entwicklung und Umsetzung von neuen Möglichkeiten der Angehörigenbetreuung;
• Erkenntnisgewinnung über Verhaltensmuster abgängiger Personen;
• Vernetzung mit anderen Behörden und Organisationen im In- und Ausland und
• Mitwirkung an der Entwicklung geeigneter Präventionsmaßnahmen.

Zur Sicherstellung des österreichweiten Informationsaustausches werden in den Landeskriminalämtern Schnittstellen eingerichtet.

Das KAP ist keine operative Einheit und erfüllt keine Ermittlungstätigkeit im Einzelfall. Diese Aufgabe verbleibt bei den Polizeiinspektionen und den Landeskriminalämtern. Für spezielle, unaufgeklärte und länger zurückliegende Abgängigen- und Kriminalitätsfälle ist das Referat Cold Case Management (CCM) zuständig, das die nationalen und internationalen Maßnahmen sowie Ermittlungen zur Aufklärung leitet und koordiniert.
Zu den Aufgaben des KAP zählen rechtliche Belange, wie die Mitwirkung an der künftigen Rechtsgestaltung zu diesem Thema. Weiters steht die Qualitätssicherung und die Ressourcenoptimierung im Mittelpunkt, wie die Implementierung von IT-Applikationen und Datenbanken, die Mitwirkung an nationalen und internationalen Sachprojekten sowie neue Methoden, wie das Altersmorphing.

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Wissenstransfer auf nationaler und internationaler Ebene durch die Konzeption, Weiterentwicklung und Mitwirkung eines österreichweiten Schulungskonzeptes, durch fachliche Wissensvermittlung auf allen Ebenen der Polizeigrundausbildung und der berufsbegleitenden Weiterbildung. Gerade in diesem Bereich ist der nationale und internationale Austausch von besonderer Bedeutung.


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Mag. Regine Wieselthaler-Buchmann (Leiterin der Abteilung Internationale Polizeikooperation im BK), Innenministerin Mag. Johanna Mikl-Leitner, Mag. Johanna Eteme (Projektleitung KAP).


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Artikel Nr: 10438 vom Dienstag, 03. September 2013, 16:16 Uhr.
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