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Prävention

Sicher in den Urlaub

Vorsicht, Vorinformation und ein gesundes Maß an Misstrauen trägt dazu bei, Schaden bei der Buchung, auf dem Weg in und während des Urlaubes zu vermeiden. Die Experten der Kriminalprävention geben Tipps, wie man sich während der Urlaubszeit vor Kriminalität schützen kann.

Zwar ist die Zahl der Wohnraumeinbrüche in Österreich in den letzten Jahren zurückgegangen, dennoch besteht die Gefahr, dass Einbrecher von den leer stehenden, ungesicherten Häusern und Wohnungen angezogen werden.

Neben technischen Vorrichtungen, einbruchshemmenden Türen und Fenstern, hochwertigen Schlössern, Beschlägen und Zusatzsicherungen gibt es einfache Massnahmen, um sein Eigentum zu schützen. Überfüllte Briefkästen, heruntergelassene Rollläden oder zugezogene Vorhänge signalisieren, dass niemand zu Hause ist. Auch Nachrichten über die Abwesenheit auf dem Anrufbeantworter oder in sozialen Netzen wie Facebook und Twitter sollte man vermeiden. Wer eine Alarmanlage aktiviert hat oder Zeitschaltuhren verwendet, um das Licht, Radio oder Fernsehen zu unregelmäßigen Zeiten ein- und auszuschalten, sollte seinen Nachbarn davon informieren.

Auch unterwegs sollte man auf seine Sachen aufpassen. Vor allem an Orten, wo Gedränge herrscht – auf dem Bahnhof oder im Flughafen – lauern oft Taschendiebe. Zur Sicherheit sollte man die Handtasche oder den Rucksack verschlossen vor dem Körper tragen oder festhalten. Geld, Kreditkarten und Dokumente sollte man in Brustbeuteln, Geldgürteln oder Innentaschen möglichst dicht am Körper tragen. Das Gepäck sollte man niemals unbeaufsichtigt lassen. Auf Flughäfen und Bahnhöfen gibt es Schließfächer, wo man sein Gepäck aufbewahren kann. Voll beladene Autos von Urlaubern ziehen Diebe, Autoeinbrecher und Räuber an. Die Polizei rät, das Auto immer abzusperren, auch wenn man es nur kurz verlässt. Täter, die es nur auf den Inhalt abgesehen haben, schlagen häufig die Seitenscheibe ein, wenn sie Gegenstände im Auto liegen sehen. Zur Sicherheit sollte man die Bedienungsleiste des Autoradios und das Navigationsgerät abnehmen, auch wenn man das Auto nur für kurze Zeit verlässt.

Gefahren am Urlaubsort

Nicht nur bei der Online-Buchung einer Reise sollte man vorsichtig sein, auch am Urlaubsort lauern Gefahren – vor allem in den Urlaubsregionen ärmerer Länder. Überall dort, wo Reichtum auf Armut trifft, steigt das Risiko, bestohlen, betrogen oder gar überfallen zu werden. Wer etwa Kamera und Brieftasche am Strand unter dem Badetuch versteckt, bevor er ins Wasser steigt, handelt grob fahrlässig. Und wer mit Schmuck behängt und mit der (echten) Rolex am Handgelenk in bestimmten Städten abends feiern geht, begibt sich in Gefahr, beraubt zu werden. In den meisten Fällen hilft Vorsicht, ein gesundes Maß an Misstrauen und die Einhaltung einfacher Präventionstipps.

Das Kraftfahrzeug kann unter anderem mit einer Sperrstange oder Lenkradkralle wirksam vor Diebstahl gesichert werden. Autodiebe beobachten die Umgebung und sehen nach, ob das Fahrzeug leicht zu knacken oder ob eine Alarmanlage installiert ist. Die meisten Autoeinbrecher lassen die Finger von gesicherten Fahrzeugen oder aus denen nichts zu holen ist. Alarmanlagen in Kombination mit einer GPS-Ortung bieten Schutz.

Dokumente, Geld und Schmuck sollte man im Urlaubsort im Hotelsafe deponieren. Wird der Reisepass gestohlen, erhält das Opfer von der österreichischen Vertretungsbehörde, Botschaft oder Konsulat, unter Vorweis der Polizeianzeige einen Notpass ausgestellt. Bei Diebstahl oder Verlust des Führerscheins soll man sich bei der örtlichen Polizei erkundigen, ob es einen Ersatzführerschein gibt oder ob man mit der Anzeigen- oder Verlustbestätigung weiterfahren kann. Wird eine Bankomat- und Kreditkarte gestohlen, ist es notwendig, sie sofort sperren zu lassen. Die dafür notwendigen Telefonnummern sollte man sich vor der Abreise notieren.

Alle Präventionstipps kompakt:
• "Kenne deinen Geschäftspartner": Buchen Sie nur über das Internet, wenn sie das Online-Reisebüro kennen und sich sicher sind, dass es keine gefakte Homepage ist, indem sie die Internetadresse in das Feld eintippen. In der EU müssen alle Online Shops ein leicht zu findendes Impressum mit Postadresse, E-Mail Adresse und Telefonnummer haben.
• Lassen Sie Ihr Gepäck auf Bahnhöfen oder am Flughafen niemals unbeaufsichtigt. Nutzen Sie Schließfächer, um Ihr Gepäck vorübergehend aufzubewahren.
• Hüten Sie sich vor fremden Leuten, die besonders freundlich sind und Ihnen etwas schenken oder Interessantes zeigen wollen. Meistens werden Sie übervorteilt.
• Lassen Sie keine Wertgegenstände im Auto liegen, auch nicht im Kofferraum oder in der Dachbox.
• Nehmen sie Schmuck oder andere Wertgegenstände nicht zum Strand mit. Lassen Sie dort Geld und Kamera niemals unbeaufsichtigt.
• Organisierte Diebe lenken potenzielle Opfer am Strand oder in anderen Bereichen ab, um sie ungestört bestehlen zu können.
• Kaufen Sie niemals auf der Straße Markenprodukte "besonders billig".
• Seien Sie vorsichtig, wenn Sie von einem Autofahrer wegen einer Panne um Hilfe gebeten werden. Die Autopanne könnte vorgetäuscht sein, und während Sie helfen, stehlen Komplizen Wertgegenstände aus dem unversperrten Pkw oder sogar das Fahrzeug.
• Lassen Sie im städtischen Verkehr, im Stau oder bei einem verkehrsbedingten Anhalten die Autofenster verschlossen und die Türen versperrt.
• Betrachten Sie Bankomatkarten als Bargeld und bewahren Sie den Code nicht in der Geldbörse oder Brieftasche gemeinsam mit den Karten auf.
• Geben Sie die Kreditkarte bei Zahlungen in Restaurants oder Geschäften niemals aus der Hand.
• Beheben Sie Bargeld nur an Geldautomaten in Banken und nicht in Supermärkten oder ähnlichem und nur während der Öffnungszeiten der Bank. Geben Sie den Code immer verdeckt ein.
• Halten Sie sich am Urlaubsort mit dem Alkoholkonsum zurück.
• Kann einem Gedränge, etwa in der U-Bahn, nicht ausgewichen werden, sollte man sehr wachsam sein, vor allem, wenn man gerempelt oder sonst abgelenkt wird.
• Geldbörsen, Handys und Wertgegenstände sollten nicht in Rucksäcken, Hand- oder Einkaufstaschen und schon gar nicht in einer der Gesäßtaschen aufbewahrt werden, sondern in – wenn möglich verschließbaren – Kleidungsinnentaschen oder an der Körpervorderseite. Empfohlen werden auch Brustbeutel unter der Kleidung oder Geldgürtel.
• Tragen Sie im Gedränge, besonders in öffentlichen Verkehrsmitteln, die Handtasche oder den Rucksack verschlossen vor dem Körper oder klemmen Sie die Taschen unter den Arm.
• Auch in Restaurants und anderen Lokalen sollte man unbedingt auf die Handtasche und die Geldbörse aufpassen.
• Man sollte nur so viel Geld mitnehmen, wie für den Tag benötigt wird. Das restliche Geld und Wertsachen sollten im Hotelsafe bleiben.
• Jegliche Art von Kameras sollten immer festgehalten werden, auch wenn man sie um den Hals hängt.
• Seien Sie vorsichtig, wenn sich jemand als Kriminalbeamter ausgibt und eine Identitätskarte, die oft in der Brieftasche aufbewahrt wird, sehen will. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass ein echter Polizist in Zivil einen Touristen anspricht.
• Vorsicht ist auch vor den "Nelkenfrauen" oder "Rosenfrauen" geboten: Sie verkaufen Blumen für einen Cent an Touristen und "helfen" dem Käufer dann bei der Suche nach einer Cent-Münze in der Geldbörse. Die Frauen und Mädchen angeln mit den Fingern sehr geschickt Geldscheine aus der Börse.
• Wechseln Sie niemals Geld bei Schwarzhändlern auf der Straße, die einen "weit günstigeren Kurs" als Banken und Geldwechselinstitute bieten. Der Betrüger merkt sofort, ob ein Tourist Bescheid weiß über das Aussehen oder den Wert der Banknoten. Manchmal "irren" die Schwarzhändler beim Wechseln oder der unkundige Tourist erhält alte, wertlose oder gefälschte Geldscheine. In manchen Ländern in Südostasien oder Südamerika sind besonders viele Dollar-Blüten im Umlauf.

Die Spezialistinnen und Spezialisten der Kriminalprävention stehen Ihnen kostenlos und österreichweit unter der Telefonnummer 059 133 zur Verfügung.

Weiterführende Links:


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(BM.I Abdruck honorarfrei)

Artikel Nr: 13772 vom Donnerstag, 30. Juni 2016, 09:00 Uhr.
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