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Geldwäscherei 2015: Zahl der Verdachtsmeldungen stieg weiter an

Die Zahl der Verdachtsmeldungen wegen Geldwäscherei ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Mit 1.793 Verdachtsmeldungen wurde 2015 erneut ein Höchststand erreicht.

2015 wurden in der Meldestelle (Austrian Financial Intelligence Unit, A-FIU) im Bundeskriminalamt (BK) insgesamt 2.521 Akteneingänge verzeichnet. Bei 1.793 handelte es sich um Verdachtsmeldungen. Davon wiederum stammten 1.755 von Banken. Zusätzlich erfolgten in 73 Fällen Meldungen aufgrund der Legitimierung anonymer Sparbücher. 347 Anfragen gingen über den internationalen Schriftverkehr ein und 85 Mal wurde ein Assistenzersuchen abgearbeitet. 85 Akteneingänge waren auf andere Quellen zurückzuführen, etwa auf die Information durch Privatpersonen.138 Übermittlungen fanden durch Inlandsbehörden statt.

Neben den meldepflichtigen Berufsgruppen sind auch Behörden und öffentliche Dienststellen beim Vorliegen eines Verdachts zur Anzeigeerstattung verpflichtet. Im Jahr 2016 wurden 106 Fälle vom Bundesministerium für Finanzen (BMF) und 25 von der Finanzmarktaufsicht (FMA) gemeldet.

2.308 Fälle wurden als Geldwäscheverdacht gemeldet und im Hinblick darauf weiter analysiert. Diese Zahlen sind im Wesentlichen ähnlich denen des Vorjahres. Ein deutlicher Anstieg konnte sowohl im Bereich der Terrorismusfinanzierung als auch in Zusammenhang mit Nichtoffenlegung von Treuhandbeziehungen festgestellt werden. In 213 Fällen war keine eindeutige Zuordnung zu einem konkreten, melderelevanten Sachverhalt möglich.

In 380 Fällen leitete die A-FIU internationalen Schriftverkehr ein, um nähere Informationen zu den übermittelten Sachverhalten und den gemeldeten Firmen oder Personen einzuholen. Dabei wurde auch im Jahr 2015 wieder am häufigsten auf den EGMONT-Kanal zurückgegriffen. In 95 Fällen erfolgte die Kommunikation via Interpol.

1.542 Akteneingänge wurden nach der Analyse zur weiteren Erledigung bzw. zur Ermittlung der Vortat an andere Dienststellen weitergeleitet, 979 Fälle wurden durch die Geldwäschemeldestelle weiter bearbeitet.

Aktivitäten der Geldwäschemeldestelle

Die Geldwäschemeldestelle stellte insgesamt 254 Anfragen an meldepflichtige Berufsgruppen In 183 Fällen wurden Konten ausgewertet. In 201 Fällen erfolgte eine Erkenntnisanfrage bei inländischen Behörden. In 13 Fällen wurden Informationen mit Finanzbehörden ausgetauscht und in 112 Fällen Erkenntnismitteilungen an das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung übermittelt. 31 Sachverhalte wurden bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Darüber hinaus fanden in Fällen, in denen die Verletzung von Sorgfaltspflichten vermutet wurde, Übermittlungen an die FMA statt.

Darüber hinaus sind regelmäßige Schulungen meldepflichtiger Berufsgruppen sowie nationaler und internationaler Ermittlungsbehörden fester Bestandteil des A-FIU-Aufgabengebietes. Auf diese Weise ist es möglich, Erfahrungen auszutauschen, gegenseitige Bedürfnisse kennenzulernen und Abläufe zu optimieren.

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Artikel Nr: 13569 vom Mittwoch, 27. April 2016, 13:09 Uhr.
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