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Kriminalitätsbekämpfung

Bundeskriminalamt (.BK) setzt Schwerpunkt im Kampf gegen den Drogenhandel im Darknet

Der Drogenhandel im Darknet verbunden mit Zahlungssystemen wie Bitcoins boomt und macht eine Adaptierung der polizeilichen Bekämpfungsstrategien nötig.

Mit 1. Februar 2015 startet das Bundeskriminalamt ein von der Europäischen Union gefördertes Projekt, das sich dem internationalen Kampf gegen den Drogenhandel im Darknet verschreibt.

In Österreich liefen alleine in den Monaten Jänner bis Mai 2014 31 kriminalpolizeiliche Ermittlungen im Darknet. Mit dem neuen Projekt sollen die Ermittlungen noch besser koordiniert und international akkordiert werden. Aus diesem Anlass wird eine speziell angepasste Ermittlungsstruktur im Kampf gegen dieses Kriminalitätsfeld umgesetzt. Das Projektteam hat zwölf Spezialisten, die sich ausschließlich mit dieser Thematik beschäftigen. Unterstützt wird Österreich durch sein Partnerland Deutschland, das mit zwei Ermittlern im Team vertreten ist.

Im Rahmen des Projekts werden "reale" Drogenermittler gemeinsam mit IT- und Cybercrime- Experten 24 Monate den Drogenhandel im Darknet durchleuchten mit dem Ziel, Dealer festzunehmen und illegale Drogen sicherzustellen. Ebenso soll eine "Best Practice"-Vorgehensweise für eine EU-weite Bekämpfungsstruktur mit internationaler Netzwerkbildung und Kommunikation aufgebaut werden.

Zur Teilnahme am Projekt selbst sind 28 EU-Mitgliedsstaaten, Kandidaten- und Drittländer, Interpol, Europol, EMCDDA, UNODC und die Europäische Kommission eingeladen. Das durch die EU geförderte Projekt verfügt über ein Budget von 470.000 Euro in zwei Jahren.

Österreich als Vorreiter

Bereits 2012 gelang es Österreich gemeinsam mit Deutschland den weltweit meistgesuchten Drogendealer im Darknet auszuforschen und festzunehmen. Im Zuge dieser Erhebungen wurde von den involvierten Kräften eine Strategie entwickelt, die international bereits Nachahmer findet und dort mitunter als "Wiener Weg" bezeichnet wird. Es gelang, trotz Anonymisierungs- und Verschlüsselungsverfahren des damals unbekannten Täters, diesen auszuforschen und eine stichhaltige Beweisführung bis zur Verurteilung des Täters auszuarbeiten.

Über den Suchtgifthandel im Darknet

Der illegale Drogenhandel läuft auf Handelsplattformen mit Bewertungsmöglichkeiten der Ware und des Anbieters, Informationsaustausch und Kundenwerbung. Die gehandelten Drogenmengen bewegen sich sowohl auf Großhandels-, als auch Eigenkonsumniveau. Die Zahlung erfolgt vorwiegend mit virtuellem Geld, deren Finanzströme kaum zu verfolgen sind.


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(©Amy Walters – Fotolia.com)

Artikel Nr: 11983 vom Mittwoch, 28. Jänner 2015, 14:15 Uhr.
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