Sondereinheit Einsatzkommando Cobra/Direktion für Spezialeinheiten (DSE) 

Erfolgsgeschichte

1. April 1978 - 30. Juni 2002

Personenschutz für Papst Johannes Paul II
Personenschutz für Papst Johannes Paul II © BMI

Gendarmerieeinsatzkommando

Nach der Gründung des GEK waren die nächsten Jahre neben den alltäglich zu verrichtenden Diensten und neben der damals schon umfassenden Ausbildung vom kontinuierlichen Aufbau der österreichischen Sondereinheit geprägt.
 
Das Gendarmerieeinsatzkommando war die dem Bundesministerium für Inneres unmittelbar nachgeordnete Organisationseinheit der Österreichischen Bundesgendarmerie zur Besorgung besonderer Aufgaben im öffentlichen Sicherheitsdienst. Im Einsatzfall unterstand es direkt dem Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit. In Angelegenheiten des inneren Dienstes war es dem Gendarmeriezentralkommando nachgeordnet.
Gendarmeriebeamte aus dem gesamten Bundesgebiet konnten sich zum Dienst bei dieser Sondereinheit melden. Die Aufgaben des Gendarmerieeinsatzkommandos ergaben sich aus der Sondereinheiten-Verordnung zum Sicherheitspolizeigesetz, die mit 1. Mai 1993 in Kraft getreten ist. Gemäß dieser Verordnung oblag es dem Gendarmerieeinsatzkommando, schwerpunktmäßig

  1. gefährlichen Angriffen ein Ende zu setzen, wenn wegen der hiefür gegen Menschen oder Sachen allenfalls erforderlichen Zwangsgewalt Organe des öffentlichen Sicherheitsdienstes mit besonderer Ausbildung benötigt werden, und solche Organe auf lokaler oder regionaler Ebene nicht oder nicht ausreichend zur Verfügung stehen;
  2. den vorbeugenden Schutz gemäß § 22 Abs. 1 Zif. 2 und 3 Sicherheitspolizeigesetz bei erhöhter Gefährdungslage sicherzustellen (Personenschutz für höchst gefährdete in- und ausländische Persönlichkeiten);
  3. den Sicherheitsdienst an Bord österreichischer Zivilluftfahrzeuge sowie im Rahmen diplomatischer Missionen auszuüben.

Aus diesen grundsätzlichen Regelungen ergaben sich für das GEK folgende Hauptaufgaben:

  • die gewaltsame Beendigung von Geiselnahmen
  • die Festnahme bewaffneter und gefährlicher Gewaltverbrecher
  • der Einsatz im Kampf gegen die Organisierte Kriminalität zur Unterstützung kriminalpolizeilich tätiger Sondereinheiten
  • der Schutz besonders gefährdeter Personen und Objekte
  • der Sicherungsdienst an Bord von Flugzeugen der „Austrian Airlines Group“.

Bei Großveranstaltungen mit unfriedlichem Hintergrund wurden Beamte des Gendarmerieeinsatzkommandos auch für ordnungsdienstliche Aufgaben herangezogen.

Ausbildungs- und Einsatzzentrale Wiener Neustadt (AEZ)

Flugaufnahme der Ausbildungs- und Einsatzzentrale Wiener Neustadt
Flugaufnahme der Ausbildungs- und Einsatzzentrale Wiener Neustadt © BMI

In der Zwischenzeit wieder auf eine Personalstärke von fast 170 Beamten angewachsen, konnte die Unterkunft im Schloss Schönau/Tr. nicht mehr den personellen und technischen Anforderungen gerecht werden.

Mit dem Neubau einer Ausbildungs- und Einsatzzentrale in Wiener Neustadt wurde deshalb dem Gendarmerieeinsatzkommando ein modern ausgestattetes, funktionelles Sicherheitszentrum geschaffen, das alle Möglichkeiten für eine effiziente Ausbildung und zeitgemäße Unterbringung seiner Mitarbeiter bietet. Seit dem 26. Oktober 1992 hatte das Gendarmerieeinsatzkommando nun seinen Sitz in Wiener Neustadt.


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